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Nahrungsmittelallergien

 

Heute ist Deutscher Lebensmittelallergie-Tag

Lebensmittelallergien sind allergische Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Sie werden in der Regel von Eiweißbestandteilen ausgelöst, z. B. Milcheiweiß (Casein und Molkeneiweiß) und Hühnereiweiß.

 

Man unterscheidet zwischen IgE vermittelten Allergien und Nicht IgE vermittelten Allergien.

 

IgE vermittelte Allergien werden durch Sensibilisierung ausgelöst. Das heißt, man baut nach dem Erstkontakt mit dem Allergen Antikörper auf – das Immunglobulin E (IgE). Bei einem erneuten Kontakt mit dem Allergen kann es dann zu einer allergischen Reaktion kommen. Die Symptome treten innerhalb weniger Minuten bis zu zwei Stunden auf.

 

Symptome einer IgE vermittelten Nahrungsmittelallergie:

- Allergischer Schnupfen

- Asthma

- Ausschlag

- Nesselsucht/Nesselfieber

- Durchfall

- Erbrechen

- Blähungen

- Kopfschmerzen

- Müdigkeit

- Anaphylaktischer Schock

 

Diagnose einer IgE vermittelten Nahrungsmittelallergie:

Erhöhte IgE-Werte können bei Blutuntersuchungen festgestellt werden. Bei Verdacht einer IgE vermittelten Nahrungsmittelallergie solltet ihr unbedingt einen Arzt aufsuchen, der entsprechende Untersuchungen durchführen kann.

 

Ernährung bei einer IgE vermittelten Nahrungsmittelallergie:

Wer unter einer IgE vermittelten Nahrungsmittelallergie leidet, sollte das Allergen konsequent meiden.

 

 

Zu den Nicht IgE vermittelten Nahrungsmittelallergien gehört die Zöliakie – die Unverträglichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten.

 

Was versteht man unter Zöliakie?

Zöliakie ist eine chronische Erkrankung des Dünndarms. Beim Gesunden wird die aufgenommene Nahrung im Dünndarm in ihre Bestandteile zerlegt und gelangt über die Schleimhaut in den Körper. Essen Zöliakie-Betroffene glutenhaltige Nahrungsmittel, führt dies zu einer Entzündung in der Darmschleimhaut. Das hat zur Folge, dass nicht mehr genügend Nährstoffe aufgenommen werden können.

 

Ursachen von Zöliakie:

Zöliakie kann erblich bedingt sein, aber auch das Immunsystem, Infektionen, die Ernährung und Umweltfaktoren können Einfluss auf die Entstehen der Krankheit haben. Die komplexen Zusammenhänge sind bisher noch nicht vollständig geklärt.

 

Symptome bei Zöliakie:

- Sehr vielfältig

- Manchmal machen sie sich sofort bemerkbar (z. B. Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall)...

- Manchmal erst langfristig (z. B. Eisenmangel)

- Es entstehen im Laufe der Erkrankung Nährstoffdefizite, die ebenfalls Beschwerden auslösen können

 

Diagnose von Zöliakie:

Zöliakie kann mit Hilfe einer Magen-Darm-Spiegelung und der Entnahme von Gewebeproben aus dem Darm diagnostiziert werden. Bitte sucht einen entsprechenden Arzt auf, wenn ihr die Vermutung habt, unter Zöliakie zu leiden.

 

Ernährung bei Zöliakie:

Zöliakie-Betroffene müssen sich strikt glutenfrei ernähren. Bereits 1/8 Gramm Weizen schädigt den Dünndarm und kann zu Beschwerden führen.

 

Glutenhaltige Nahrungsmittel: 

- Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Grünkern, Dinkel

- verwandte Getreidearten und Urkornarten wie Kamut (Khorasan-Weizen) und Einkorn

- und alle daraus hergestellten Lebensmittel wie: Mehl, Grieß, Müsli, Paniermehl, Teigwaren, Brot, Pizza, Nudeln, Knödel,...

- gebundene Soßen, Suppen, Fertiggerichten, Pudding, Pommes Frites, Kroketten, Kartoffelpuffer, Wurst, Schokolade,...

 

 

In meinen Beratungsgesprächen erfahren Allergie-Betroffene worauf sie achten müssen, welche Lebensmittel ab sofort Tabu sind und wie man trotz Allergie genussvoll essen kann.

 

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